Connected Cars – Österreich macht es vor

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Schneller, intelligenter, umweltfreundlicher – so lauten die Ansprüche an moderne Kraftfahrzeuge. Die Automobilindustrie steht vor großen Herausforderungen, sowohl in der Produktion neuer innovativer Fahrzeuge, als auch in der Transformation der dafür benötigen unternehmensinternen Prozesse. Magna Steyr tritt auf’s (virtuelle) Gas und zeigt, wie die Digitalisierung eines Konzerns mit Virtual Reality gelingt.

Die Digitalisierung hält in sämtlichen Branchen Einzug – Handel, Medizin, Bildung und allen voran in der Automobilindustrie. Denn hier zeichnen sich nicht nur Trends wie Elektromobilität, autonomes Fahren, und Connected Cars ab, sondern sie betrifft gleichzeitig sämtliche Entwicklungsprozesse im Unternehmen. Die Digitalisierung verändert die gesamte Wertschöpfungskette und bringt neue Geschäftsmodelle in der Lieferkette hervor. In den vergangenen Jahren hat sich die Branche bereits als wichtiger Vorreiter in Bezug auf innovative Ideen und produkttechnische Neuheiten entwickelt.

Laut Gartner, McKinsey und Cisco werden bis 2020 knapp 250 Millionen Autos mit dem Internet verbunden sein. Ein Connected Car verbindet sich mit anderen Autos, mobilen Geräten, der Smart City und somit ihrer gesamten Umgebung. Ein Automobil dient also nicht mehr als reines Transportmittel, das uns von A nach B befördert, sondern fungiert als vernetzter Hub, der Daten empfängt und versendet, um das Fahren und den Verkehr sicherer und angenehmer zu gestalten. Diese Innovationen stellen die Automobilindustrie vor neue Herausforderungen. Denn die treibende Kraft hinter Connected Cars sind Daten, und diese müssen unter anderem auch vor Hackern und Cyber-Bedrohungen geschützt werden. Der Automobilsektor muss daher auch zukünftig vermehrt über Cyber-Defense-Fähigkeiten verfügen.

Aber nicht nur die Kraftfahrzeuge selbst sind von der Digitalisierung betroffen: Aufgrund des Zuflusses von Daten und Fortschritten im Bereich der Edge-IoT, bewegen sich Unternehmen der gesamten Fertigungslandschaft von einem reaktiven oder geplanten Ansatz zu einem proaktiven und vorausschauenden Ansatz, der die Leistungsfähigkeit von Daten nutzt. So wird die moderne Montagelinie nicht durch Fabrikautomatisierung definiert, sondern durch die Erfassung von Daten über Sensoren und Geräte. Aufgrund dieser umfangreichen Datensätze denken Automobilhersteller ihre Geschäftsstrategie neu und treiben die Entwicklung in vier Dimensionen voran: Operative Optimierung, Customer Experience, Produktinnovation und neue Business-Modelle. Laut McKinsey könnte der Wert der vernetzten Fahrzeugdaten und der daraus resultierenden neuen Geschäftsmodelle bis 2030 1.500 Milliarden US-Dollar pro Jahr betragen. Gleichzeitig werden auch viele andere Interessensgruppen während des gesamten Kauf- und Produktionszyklus beflügelt.

Das bedeutet aber auch, dass Automobilhersteller und Zulieferer nur so erfolgreich sind, wie es ihre Organisationsstruktur und ihre Fähigkeiten zulassen. Die Digitalisierung führt zu einer Datenoptimierung und diese Daten umfassen mehrere Dimensionen. Hier liefert Dell Technologies branchenführende Lösungen, um zukunftsorientierte Automobilhersteller, Werke und Zulieferer bei der Entwicklung von Fahrzeugen, die immer vernetzt, sicher und verfügbar sind, zu unterstützen.

Magna Steyr macht’s vor

Dass Digitalisierung und die Auswahl der richtigen Technologien auch bei Magna Steyr eine wichtige Rolle spielen, verdeutlichte Christoph Krammer, Technologie Steuerung Complete Vehicle Manufacturing, im Zuge seiner Keynote „Virtual Reality in der Entwicklung von Fahrzeugen und Fabrik“ am Dell Technologies Forum am 8. Oktober in Wien. Krammer erläuterte, wie der Automobilhersteller Virtual und Mixed Reality nutzt, um sämtliche Prozesse der Automobilherstellung zu digitalisieren: So kommen Virtual Reality (VR) und Mixed Reality (MR) vor allem beim Design, bei der Konstruktion des Bauraums und bei der Sicherstellung der Ergonomie zum Einsatz.

In Hinblick auf das Design der im Grazer Werk produzierten Fahrzeuge – wie beispielsweise der Jaguar I-PACE, 5er BMW, BMW Z4 sowie die G-Klasse – werden heutzutage kaum mehr Prototypen hergestellt. Wie Farben und Fugen der fertigen Autos tatsächlich wirken, ermitteln Ingenieure mithilfe von VR-Technologie und passen so das Design der Kraftfahrzeuge an. Auch der Bauraum wird mittels VR konstruiert: „Die Baumraumuntersuchungen in der virtuellen Welt, ermöglichen es den Ingenieuren in den Prozess einzutauchen und den Bauraum wie der Fahrer wahrzunehmen“, so Krammer. Um die konstruierten Fahrzeuge aber auch auf die Ergonomie und die Anwendbarkeit zu testen, wird mittels Human Machine Interface im werkinternen VR-Center geprüft, ob Radio, Heizung und Co praktikabel angebracht wurden – dies beugt nicht nur Enttäuschungen beim Käufer vor, sondern spart auch Kosten und Zeit.

Im Zuge der digitalen Transformation eines Unternehmens – so Krammer – ist vor allem die Einbindung der Mitarbeiter von großer Bedeutung. Daher ist es besonders wichtig, dass die neuen Technologien von den Mitarbeitern angenommen und angewendet werden können. Dies wird bei Magna Steyr mithilfe von drei Säulen sichergestellt: Awareness, Mitarbeiterentwicklung und Bildung. Die erste Säule – Awareness – beinhaltet einen Schritt-für-Schritt-Ansatz für die Anwendung neuer Technologien, sowie die intensive Kommunikation zwischen Unternehmen, Mitarbeitern und Lieferanten. Die Säule „Mitarbeiterentwicklung“ deckt den Umgang mit neuen Medien und umfasst ein Angebot an Schulungen. Die Säule „Bildung“ betrifft vor allem die Zusammenarbeit mit der Workforce der Zukunft – in HTLs, Unis und FHs.

Neben der Digitalisierung der Konstruktion und der Produktion im Werk, zieht sich die digitale Transformation und der Einsatz von VR und MR bei Magna Steyr durch sämtliche Unternehmensbereiche, wie Fabrik- und Analgenplanung oder den unternehmensinternen Kindergarten, die Magna Kids World. Für diesen wurden beispielsweise Tonieboxen entworfen, die kinderfreundlich erklären, wie die Arbeit in Lack, Montage und Logistik funktioniert. So werden bereits die Kleinsten – und die Workforce von morgen – in die neue digitale Welt mitgenommen.

„Wir wissen nicht wie die Produktion von morgen aussieht, aber wir versuchen sie mit den Technologien, die uns zur Verfügung stehen zu gestalten“, so Krammer abschließend.

Erfahren Sie mehr über die digitale Transformation und den Einsatz von VR bei Magna Steyr – hier geht’s zur vollständigen Keynote von Christoph Krammer. Hier geht’s zum Dell Connected Cars eBooklet mit vielen Branchen-Informationen und Innovations-Ansätzen.

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