Digitale Transformation in Österreich: Mehr Selbstbewusstsein bitte

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Zum mittlerweile zweiten Mal hat Dell Technologies mit dem Digital Transformation Index erhoben, wie es um die Digitale Transformation in Unternehmen steht. Die Besonderheit: Diesmal wurden auch 100 österreichische Unternehmen befragt. Es zeigt sich: Im internationalen Vergleich landet die Alpenrepublik nur im unteren Mittelfeld. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass wir Aufholbedarf haben. 

Disruption, Innovation, Revolution, digitale Transformation: Die Medien sind ebenso wie die Köpfe vieler Geschäftsführer voll mit Schlagworten, die große Herausforderungen und Möglichkeiten gleichermaßen verheißen. Fest steht: Mit Entwicklungen wie dem Internet of Things, den Fortschritten in der KI-Entwicklung und dem unaufhaltsamen Ausbau unserer Datenverbindungen hat sich schon lange nicht mehr so viel Grundlegendes für unsere Wirtschaft und unser Leben verändert wie gerade jetzt.

Die Art und Geschwindigkeit, wie Unternehmen damit umgehen, ist allerdings sehr unterschiedlich. Ebenso wie es die Gefühle sind, die dadurch bei unterschiedlichen Menschen ausgelöst werden. Bereits 2016 haben wir gemeinsam mit Intel und Vanson Bourne einen Status Quo erhoben und nun wurde die Studie aktualisiert und erweitert. Das Ergebnis ist der  Digital Transformation Index, der viele spannende Einblicke gewährt hat. Unter den 4.600 befragten Unternehmen aus zwölf Industrien und 42 Ländern fanden sich diesmal auch 100 aus Österreich. Die Analyse der Ergebnisse zeigt: ein Großteil der Unternehmen der Alpenrepublik tastet sich eher behutsam an die digitale Transformation heran. Insgesamt liegen wir aber im soliden Mittelfeld.

Die Ergebnisse

Ein zentraler Dreh- und Angelpunkt der Studie ist die Frage nach der Selbsteinschätzung der Befragten, wie sie ihre digitale Reife anhand einer fünfstufigen Skala einordnen würden:

  • Digital Leader: Bei dieser Gruppe ist die digitale Transformation fest in der Unternehmens-DNA verankert. Ihr gehört heute nach eigenem Bekunden nur ein Prozent der befragten Unternehmen an.
  • Digital Adopter: Diese Unternehmen verfügen bereits über einen ausgereiften Transformationsplan und entsprechende Investitionsmittel. Laut der Studie 2018 sind 18 Prozent der befragten Betriebe in Österreich ihrer Einschätzung nach „Digital Adopter“.
  • Digital Evaluator: Sie tasten sich noch behutsam an die Transformation heran und planen zugehörige Initiativen und Investitionen für die Zukunft. Mit Stand 2018 gehören dieser Gruppe laut DTI 38 Prozent der Unternehmen an.
  • Digital Follower: Sie haben bislang kaum Investitionen in die Digitalisierung getätigt. Ihre Zukunftspläne sind noch von einem sehr vorläufigen Charakter. Dieser Gruppe gehören derzeit 30 Prozent der Unternehmen an.
  • Digital Laggard: Diese Unternehmen sind die Nachzügler der digitalen Transformation. Sie haben keinen dedizierten Digitalisierungsplan und stellen auch praktisch keine Investitionsmittel bereit. Ihr Anteil macht laut DTI 2018 13 Prozent aus.

Hier der Vergleich unserer Ergebnisse mit dem internationalen Schnitt:

Auch zu den Herausforderungen, denen sich unsere Unternehmer stellen müssen, wurden Daten erhoben. Die meistgenannten waren Datenschutz und Cybersicherheit (36 Prozent), Informationsüberflutung (25 Prozent), unzureichende Budgets und Ressourcen (24 Prozent), mangelnde unternehmenseigene Expertise (24 Prozent), fehlende Technologien, um mit der Unternehmensgeschwindigkeit Schritt zu halten (24 Prozent) sowie regulatorische und gesetzliche Veränderungen (21 Prozent).

Mehr Infos zu den Ergebnissen der Studie in Österreich finden Sie hier:

Die Diskussion

Unterm Strich warf die Studie eine interessante und beunruhigende Frage auf: Verschlafen österreichische Unternehmen die Digitalisierung? Ist unsere ja oft als so charmant empfundene Gemütlichkeit und Zurückhaltung beim Adoptieren von Neuem unser künftiges Verhängnis?

Dazu fand sich im Jänner in den Räumlichkeiten der Presse in Wien eine interessante Diskussionsrunde zusammen. Unter den Diskutanten fand sich nicht nur unser General Manager Stefan Trondl, sondern auch Experten aus dem FFG und der österreichischen Lokalpolitik sowie IT Leiter starker, österreichischer Unternehmen wie Samsung SDI und Fischer Sports.

Die Themen waren dabei ebenso spannend wie so manche Erkenntnisse. Zum Beispiel der Konsens, dass sich viele österreichische Unternehmen in Sachen digitaler Transformation schlichtweg schlechter einschätzen, als sie es wirklich sind. Viele glauben, sie müssten heute das nächste Uber oder Netflix werden um sich als Digital Adopter, geschweige denn Digital Leader einordnen zu dürfen. Dabei sind oft deutlich kleinere Schritte nötig um dennoch für Firma und Kunden gleichermaßen mittels digitaler Transformation neuen Nutzen zu schaffen und sein Business voranzubringen. Und sei es einfach nur der Schritt eine Online-Terminplanungs-Lösung zu implementieren – so eines der genannten Beispiele.

Die entsprechende Story der Presse werden wir schon bald gesondert veröffentlichen. Auch so manch andere Ansätze und Statements werden zeitnah in eigenen Blogs den Platz eingeräumt bekommen, den sie verdienen. Bis dahin sei Ihnen erneut unsere oben verlinkte Seite zum aktualisierten Digital Transformation Index ans Herz gelegt, der massig spannende Insights aus einzelnen Branchen ebenso bietet wie viele weitere, spannende Ergebnisse aus der ganzen Welt. Oder warum nicht gleich die Executive Summary oder die volle Studie lesen? Hier die passenden Downloads:

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