Global Data Protection Index verdeutlicht: Aufholbedarf bei Datensicherungsmaßnahmen

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Laut dem aktuellen Global Data Protection Index von Dell Technologies verzeichneten drei von vier Unternehmen im Vorjahr eine massive Störung der IT-Infrastruktur. Doppelt so viele Unternehmen wie 2016 konnten ihre Daten danach nicht wiederherstellen. Neben finanziellen Schäden gehen mit Datenverlusten auch negative geschäftliche Auswirkungen, wie verlorenes Kundenvertrauen und Verluste des Markenwertes einher. Aus diesem Grund schützen bereits 57 Prozent der Unternehmen ihre Datenschätze mit Data-Protection-Lösungen.

IT-Entscheider sind sich den Wert von Daten im Unternehmen bewusst: Denn das weltweite Datenwachstum ist von 2016 auf 2018 explosionsartig gestiegen. 2016 waren 1,45 Petabyte Daten weltweit in Unternehmen im Umlauf, 2018 waren es bereits 9,7 Petabyte – dies entspricht einem Wachstum von 669 Prozent innerhalb von zwei Jahren. Das enorme Datenwachstum wirkt sich auch auf Entscheidungen der IT-Verantwortlichen aus: 57 Prozent setzen auf Datensicherungsmaßnahmen, vor zwei Jahren waren es erst neun Prozent.

Insights aus aller Welt – Datensicherung stellt Unternehmen vor Herausforderungen

Der dritte Dell EMC Global Data Protection Index wurde vom Marktforscher Vanson Bourne erhoben. Dieser befragte insgesamt 2.200 IT-Entscheider aus Unternehmen der Privatwirtschaft und dem öffentlichen Sektor über ihren Datensicherheitsreifegrad. Für die Befragung wurden Unternehmen aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Deutschland, mit jeweils 200 Befragten sowie aus Kanada, Mexiko, Brasilien, Südafrika, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Italien, der Schweiz, den Niederlanden, Australien, Japan, China, Südkorea, Indien und Singapur, mit jeweils 100 Befragten herangezogen.

Der aktuelle Global Data Protection Index zeigt deutlich, dass die Menge an Daten und ihre Bedeutung für den Geschäftsbetrieb eine große Herausforderung für die Datensicherung darstellen. Immerhin haben im vergangenen Jahr mehr als drei Viertel der Befragten einen IT-Ausfall erlebt. 27 Prozent der Unternehmen konnten ihre Daten infolgedessen nicht mehr mit Back-up-Lösungen wiederherstellen. Das sind doppelt so viele Unternehmen wie 2016. Aus diesem Grund kommen bei rund drei Viertel der Befragten Datensicherheitslösungen von mindestens zwei Anbietern zum Einsatz.

„Aus dem Dell EMC Global Data Protection Index geht klar hervor, dass Unternehmen ihre Datensicherung und ihren Datenschutz optimieren müssen. Das ist auch in Österreich nicht anders. Oft wenden sich Unternehmen erst nach schmerzhaften Vorfällen an uns und suchen nach Lösungen um einem weiteren Datenverlust in der Zukunft vorzubeugen. Hinzu kommt, daß die neue Welt von immer innovativeren Applikationen auch neue Data Protection Lösungen fordert“, betont Stefan Trondl, General Manager bei Dell Technologies in Österreich.

 

Zu den häufigsten IT-Zwischenfällen in Unternehmen zählen ungeplante Stillstände, Ransomware-Angriffe sowie Datenverluste. Laut dem Global Data Protection Index, hatten 43 Prozent der betroffenen Unternehmen mit ungeplanten Stillständen von Servern und Speichersystemen zu kämpfen. 32 Prozent erlitten einen Ransomware-Angriff und 29 Prozent einen Datenverlust. Obwohl ungeplante Stillstände häufiger auftreten, sind Datenverluste für Unternehmen deutlich kostspieliger. Jene Unternehmen, die mit Stillständen zu kämpfen hatten, verzeichneten in den vergangenen zwölf Monaten eine durchschnittliche Ausfallzeit von 20 Stunden. Diese führten zu Verlusten von rund 465.000 Euro. Jene Unternehmen, die einen Datenverlust erlitten und somit über zwei Terabyte an Daten verloren, verbuchten einen geschätzten wirtschaftlichen Gesamtschaden von beinahe 900.000 Euro. Neben finanziellen Folgen bringen derartige Ausfälle auch negative geschäftliche Auswirkungen mit sich: Angefangen beim verlorenen Kundenvertrauen über Verluste beim Markenwert, bis hin zu Einbußen der Mitarbeiterproduktivität.

57 Prozent der Unternehmen sichern ihre Datenschätze

Um Datenverluste vorzubeugen setzen Unternehmen auf Data-Protection-Lösungen. Jedoch gaben 95 Prozent der Unternehmen an, dass sie Probleme haben, eine geeignete Data-Protection-Lösung ausfindig zu machen. Die Komplexität der Konfiguration und des Betriebs der Data-Protection-Software und -Hardware aber auch die hohen Kosten für das Speichern und Verwalten von Sicherungskopien, stellen besonders große Hürden für Unternehmen dar, die auf der Suche nach einer geeigneten Data-Protect-Lösung sind. Zudem macht der Mangel an Data-Protect-Lösungen für neue Technologien und die Einhaltung der DSGVO den Unternehmen zu schaffen. Immerhin hat mehr als die Hälfte der Befragten keine geeignete Lösung für die Anwendungsszenarien Künstliche Intelligenz und Machine Learning gefunden. Auch Lösungen für Cloud-native Anwendungen und für das sogenannte Internet of Things (IoT) sind laut dem Global Data Protection Index Mangelware. Nur 16 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sie mit ihren aktuellen Data-Protection-Lösungen künftige Herausforderungen bewältigen können.

 „Innovative Technologien wie KI und IoT stehen häufig im Mittelpunkt der digitalen Transformation eines Unternehmens und die dabei entstehenden Daten spielen eine entscheidende Rolle für einen erfolgreichen Transformationsprozess“, erläutert Beth Phalen, President und General Manager der Dell EMC Data Protection Division. „Die Zunahme um 50 Prozentpunkte bei Unternehmen, die umfangreiche Datensicherheitsmaßnahmen nutzen, und die Tatsache, dass die Mehrheit der Unternehmen inzwischen den Wert von Daten erkannt hat, zeigt eines: Wir sind auf einem guten Weg, Daten besser zu nutzen und zu schützen.“

Auch der Einsatz einer Cloud verändert die Anforderungen an die Datensicherheit in Unternehmen: In 40 Prozent der befragten Unternehmen kommt eine Public Cloud zum Einsatz. Diese wird bei beinahe allen Unternehmen zur Datensicherung herangezogen. Für 64 Prozent der Befragten spielen Skalierbarkeitsoptionen bei der Evaluation von Data-Protect-Lösungen für Public-Cloud-Umgebungen, aufgrund des wachsenden Datenvolumens, eine wichtige Rolle. Für 41 Prozent ist die Auswahl der richtigen Data-Protect-Infrastruktur und die zugehörigen Services entscheidend, um die Datensicherheit umfassend zu gewährleisten.

Neben neuen Technologien stellen aber auch Datenschutzvorschriften, wie die DSGVO Unternehmen vor neuen Herausforderungen: 41 Prozent der Befragten stufen die regulatorische Compliance als eine der drei wichtigsten Herausforderungen bei der Data Protection ein. Weltweit sind nur 35 Prozent der Befragten davon überzeugt, dass ihre aktuelle Datenschutzinfrastruktur und die Prozesse im Unternehmen den regionalen Vorschriften entsprechen. Die langfristigen Auswirkungen der Datenschutzgrundverordnung auf die Branche werden sich nach und nach zeigen.

Zusammenfassend geht aus dem Dell EMC Global Data Protection Index hervor, dass Unternehmen ihre Datensicherung und ihren Datenschutz optimieren müssen. Gleichzeitig müssen neue Data-Protection-Lösungen für neue technologische Anwendungen, von Anbieterseite zur Verfügung gestellt werden.

Hier erfahren Sie mehr über die dritte Auflage des Dell EMC Global Data Protection Index. Folgend Sie uns auch auf LinkedIn und Twitter, um keine Updates zu verpassen.

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