Digitalisierung – Ressourcenfluch oder Fortschritt für Mensch und Umwelt?

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Künstliche Intelligenz, das Internet der Dinge, Big Data – noch nie hat eine technologische Entwicklung so schnell und so tief in unseren Alltag eingegriffen wie die Digitalisierung. Gleichzeitig zwingen uns Klimawandel und zunehmende soziale Ungerechtigkeiten, unsere Art des Wirtschaftens von Grund auf in Frage zu stellen. Besteht die Gefahr, dass die Digitalisierung zum „Brandbeschleuniger“ von Umweltzerstörung und sozialer Spaltung wird, wie im Frühjahr der Umweltbeirat der Bundesregierung gewarnt hat? Oder ist sie vielmehr eine echte Chance für eine nachhaltige und faire Zukunft? Ich glaube an Letzteres.

Natürlich ist Digitalisierung nicht automatisch ein Fortschritt, der die Umweltzerstörung eindämmt und zu sozialem Zusammenhalt führt. Vielmehr müssen sich Politik und Unternehmen in den kommenden Jahren der Herausforderung stellen, neue technologische Möglichkeiten für eine global nachhaltige Entwicklung nutzbar zu machen. Das beginnt damit, den durch Digitalisierung beschleunigten Ressourcen- und Energieverbrauch einzudämmen und so den negativen Einfluss auf unsere Umwelt so gering wie möglich zu halten. Genauso wichtig ist es, Menschen mit Hilfe neuer Technologien Zugang zu Basisdienstleistungen wie Gesundheitsversorgung, Bildung und Energie zu verschaffen und damit der weltweit wachsenden gesellschaftlichen Kluft entgegenzusteuern. Zudem dürfen Menschen nicht abgehängt werden – weder wenn die fortschreitende Automatisierung den Arbeitsmarkt radikal neu strukturiert, noch wenn algorithmische Verfahren über die eigene berufliche Zukunft entscheiden.

Dell Technologies ist sich seiner Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt bewusst. Im Rahmen des neuen CSR-Programms Progress Made Real haben wir uns bis 2030 ehrgeizige Ziele gesetzt. Das Programm konzentriert sich dabei auf drei Schlüsselbereiche: die Förderung der eigenen Nachhaltigkeit, um unseren Planeten gemeinsam mit Kunden, Lieferanten und anderen Stakeholdern zu schützen, die Kultivierung von Inklusion, um Menschen, die durch das herkömmliche Raster fallen, eine Chance zu geben, und die Verbesserung des Lebens mit Hilfe von Technologie.

Ein schönes Beispiel dafür sind unsere solarzellenbetriebenen Learning Labs in Zusammenarbeit mit Computer Aid International. Schiffscontainer werden mit Hilfe von Dell Wyse Thin Clients, einem luftgekühlten PowerEdge-Server und Solarmodulen für die Stromerzeugung zu mobilen Klassenzimmern, die Menschen selbst in abgelegenen Regionen der Welt eine Schulbildung ermöglichen. Das erste Lab wurde 2014 eröffnet, und inzwischen gibt es 20 dieser Schul-Container in Südafrika, Nigeria, Marokko, Kenia, Mexiko und Kolumbien. Bis 2030 sollen es sogar 100 sein.

Zu den von Dell Technologies selbstgesteckten Zielen gehört auch mehr Vielfalt und Chancengleichheit: Nach wie vor ist Diskriminierung im Alltag allgegenwärtig. Wenn man ehrlich ist, denkt jeder von uns ab und zu in Schubladen – die Individualität und Facetten eines Menschen werden dabei gerne übersehen. Als Unternehmen steht man aber in der Pflicht, diese Schranken aktiv einzureißen. Wir treiben verschiedene Projekte voran, die beispielsweise nicht-traditionelle Wege der Mitarbeitergewinnung fördern. Künftig werden – davon bin ich überzeugt – Technologien wie Künstliche Intelligenz dafür sorgen, die einzigartigen Fähigkeiten jedes einzelnen Menschen zu erkennen. Unternehmen werden sich beispielsweise auf KI verlassen, um menschliche Vorurteile im Einstellungsprozess zu reduzieren, die Bildung optimaler Teams am Arbeitsplatz zu steuern und Anreize zur Steigerung von Produktivität, Arbeitsmoral und Mitarbeiterbindung zu schaffen.

Auch der Schutz unserer Umwelt und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen sind gerade für einen IT-Konzern Pflicht. Im Rahmen von Progress Made Real wollen wir bis 2030 erreichen, dass für jedes neue Produkt, das ein Kunde bei uns erwirbt, ein gleichwertiges „altes“ Gerät recycelt wird. Zudem sollen bis zum Ende des nächsten Jahrzehnts mehr als die Hälfte aller Produktkomponenten aus recycelten oder erneuerbaren Materialien stammen. Schon jetzt haben wir viel geschafft: Gut 900 Millionen Kilogramm gebrauchte Elektronik-Teile wurden bislang durch Programme wie Dell Reconnect sowie die Asset Resale and Recycling Services zurückgewonnen. Über 45 Millionen Kilogramm an recycelten Bauteilen, Kunststoffen und anderen Materialien wurden in neuen Produkten von Dell Technologies wiederverwendet.

All dies sind nur ein paar Beispiele. Fakt ist: Ein nachhaltiges und integratives Geschäftsmodell, das seinen Namen verdient, war noch nie so wichtig wie heute. Ja, wir haben deutliche Fortschritte beim Schutz der Umwelt und bei der Stärkung von lokalen und globalen Communities gemacht, aber wir sind noch lange nicht am Ziel, und es liegt noch jede Menge Arbeit vor uns. Dabei kann Technologie, wenn wir sie denn sinnvoll einsetzen, entscheidend zur Verbesserung nachhaltiger Entwicklungen beitragen.

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