Grüne IT in die Amtsstuben

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Ökologisches Denken und nachhaltiges Handeln sind mehr als nur ein Modetrend und inzwischen bei den meisten Privatpersonen wie auch Firmen fest verankert. Aber wie sieht es bei der öffentlichen Hand aus? Sollte sie nicht eigentlich Vorreiter und Vorbild sein? Immerhin verfügt sie über eine enorme Marktmacht. Voraussichtlich 45 Milliarden Euro geben Behörden der EU bis 2021 allein für Hardware & Co. aus. Damit haben sie einen mächtigen Hebel, um ihren ökologischen Fußabdruck bei der Beschaffung neuer Infrastruktur deutlich zu verringern. Im Alltag geht der grüne Aspekt beim IT-Einkauf aber noch allzu oft unter: So ergab eine Analyse der Europäischen Kommission, dass noch immer mehr als die Hälfte der Aufträge einzig und allein auf Basis der Beschaffungskosten vergeben wird. Dabei hat die EU selbst ein Rahmenwerk geschaffen, das eine umweltfreundlichere Einkaufspolitik erlaubt: Der Preis als bis dato wichtigste Grundlage wurde gekippt, wohingegen Aspekte wie Nachhaltigkeit eine weit zentralere Rolle spielen. Die meisten EU-Mitgliedstaaten haben die entsprechenden Richtlinien seit etwa zwei Jahren auch in nationales Recht umgesetzt. Trotzdem nutzen viele Stellen diese Möglichkeit bisher nicht. Wenn Freiwilligkeit allein also nicht funktioniert, ist es an der Zeit, über verpflichtende Regelungen nachzudenken. Nachhaltigkeitskriterien müssten dann bei Beschaffungen der öffentlichen Hand immer berücksichtigt werden, und wenn dies tatsächlich einmal nicht möglich sein sollte, bedarf es hierfür einer konkreten Begründung.

Den Schwarzen Peter bei der Beschaffung und dem Einsatz nachhaltiger Produkte nur in Richtung Behörden und Verwaltungen zu schieben, wäre aber zu einfach. Die IT-Industrie selbst ist genauso gefordert. „Nachhaltigkeit by Design“ sollte bei jedem Produkt der Grundsatz sein. Grüne IT bedeutet dabei ein bewusstes Hinwenden zu mehr Ökologie entlang des kompletten Lebenszyklus – von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Nutzung bis hin zum Recycling und der Entsorgung.

Das Bekenntnis zu mehr sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit sollte also für beide Seiten gelten, öffentliche Beschaffung und IT-Industrie. Wir bei Dell Technologies sorgen durch konkrete Maßnahmen seit langem für mehr Nachhaltigkeit bei unseren Produkten, Prozessen und in unserer Lieferkette, um so den ökologischen Fußabdruck wirksam zu begrenzen. So nutzen wir beispielsweise aufbereiteten Kunststoff aus Flaschen oder CD-Hüllen, aber auch Plastikabfall aus den Meeren, um Gehäuse 
für Rechner und die Rahmen von Monitoren zu produzieren. Ausgediente Elektronikartikel, in denen sich wertvolle Metalle und Seltene Erden verstecken, werden ebenfalls zu wertvollen Rohstofflieferanten: Gold beispielsweise wird aus alten Motherboards gewonnen und in neuen wiederverwendet.

Im Rahmen von „Legacy of Good“ hat sich Dell Technologies darüber hinaus verpflichtet, ab 2020 nur noch abfallfreie Verpackungen zu verwenden – und schon heute liegt die Quote bei über 90 Prozent. „Abfallfrei“ bedeutet, dass das Material aus nachhaltigen Quellen stammt und komplett wiederverwertbar beziehungsweise kompostierbar ist. Zu diesen Materialien zählen Bambus, Pilze oder sogenannte „meeresgebundene“ Kunststoffe. Diese Kunststoffe werden an Stränden, in Küstenbereichen und entlang von Wasserwegen eingesammelt, damit nicht noch mehr Plastik in die Ozeane gelangt.

Weitere Maßnahmen müssen und werden folgen, und der Kreativität sind hier im Grunde keine Grenzen gesetzt. Entscheidend ist, dass sich alle Seiten – die Anbieter ebenso wie die Verbraucher – ihrer Rolle und Verantwortung bewusst sind und entsprechend handeln. Denn eines ist klar: Nur mit vereinten Kräften kann es gelingen, eine wirklich nachhaltige Produktion und Lieferkette zu realisieren. Voraussetzung ist ein gemeinsames Bewusstsein dafür, wie wichtig es ist, mit der Erde und ihren Ressourcen nachhaltig umzugehen. Nur so werden auch zukünftige Generationen einen intakten Lebensraum vorfinden.

 

 

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