Plastik aus den Meeren und Gold aus alten Platinen – innovative Umweltschutzprojekte von Dell EMC

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8,3 Milliarden Tonnen Plastikmüll wurden in den letzten 70 Jahren produziert. Jedes Jahr kommen 300 Millionen Tonnen neu dazu[1]. Bis zum Jahr 2015 wurde von dem bis dato produzierten Plastikmüll nur 9% recycelt und 12% verbrannt. Die sich ergebende Differenz der restlichen 79% landete in der Umwelt – vor allem in den Ozeanen[2].  Dieses Problem macht sich nun immer stärker bemerkbar. Jedes Jahr sterben Millionen von Tieren im Meer und an Land am Plastikmüll und bringen damit das Ökosystem aus dem Gleichgewicht. Was jetzt für den Menschen vielleicht noch nicht ganz ersichtlich ist, wird in einigen Jahrzehnten vermutlich existenzgefährdend für uns sein.

Doch schon in der Vergangenheit wurde gegen die starke Produktion von Plastik und anderem nicht biologisch abbaubarem Müll protestiert. Am 22. April 1970 gingen in den USA 20 Millionen Menschen auf die Straße, um ihre Stimme gegen Umweltverschmutzung zu erheben – die Geburtsstunde des „Earth Day“. Seither wird jährlich am 22. April dieser „Earth Day“ gefeiert, um ein Zeichen für den Schutz unseres Planeten zu setzen und auf Umweltprobleme aufmerksam zu machen[3]. In diesem Jahr stand das Thema „Plastikverschmutzung“ im Fokus.

Eine Thematik, die auch uns bei Dell EMC bereits seit Jahren beschäftigt. Schon 2008 begann Dell, recycelte Kunststoffe aus Wasser- und Milchflaschen in neue Produkte zu integrieren. 5 Jahre später, 2013 also, wurde das Programm ausgeweitet. Dell bot seinen Kunden ein eigenes Recyclingprogramm an, das veraltete oder nicht mehr verwendbare Produkte sowohl von Dell selbst als auch von anderen Herstellern recycelte und für die Herstellung von neuen Produkten wiederverwertete.

Vor einigen Jahren boten wir unseren Kunden ebenso wie anderen interessierten Menschen eine virtuelle Reise unter die Wasseroberfläche an. Ziel war es, den Reisenden aus dem Blickwinkel von Meerestieren einen Einblick in die Verschmutzung der Ozeane zu geben, um deren Blick für das Problem zu schärfen. Entwickelt wurde diese Virtual-Reality-Erfahrung gemeinsam mit der Lonely Whale Foundation, AMD und Alienware[4]. Auch wenn Dell damit schon einen entscheidenden Schritt in Richtung eines umweltbewussten Unternehmens gegangen war, wurde die Suche nach weiteren Möglichkeiten fortgesetzt.

Es wurde eine Studie in Auftrag gegeben, in der untersucht werden sollte, inwieweit Plastikmüll aus den Ozeanen für Verpackungen unserer Produkte genutzt werden könnte. Im letzten Frühjahr war es dann soweit, und das erste XPS 13 2-in-1 konnte in einer aus recyceltem Müll aus Ozeanen hergestellten Verpackung verschickt werden. Doch auch das war noch nicht alles. Der Spirit, den Dell mit seinem Umweltbewusstsein verbreitete, sprang auch auf die Mitarbeiter über. Jeder einzelne wollte seinen Teil beitragen. Weltweit wurden mehr als 50 Fluss- und Ozean-Cleanup Aktionen gestartet.

All diese Bestrebungen mündeten schließlich in der Nominierung für den World Changing Idea Award! Doch das ist nicht die einzige Würdigung.

Das Institute of Scrap Recycling Industries verlieh Dell in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal den „Design for Recycling“ Award. Diese Auszeichnungen freuen uns natürlich. Dennoch ist es für uns selbstverständlich, dass Dell allein das Problem nicht lösen kann. Umso wichtiger ist es, Bündnisse zu schließen. Im Dezember wurde so die NextWave[5] angekündigt, eine von Dell mitgegründete Vereinigung, die eine weltweite Wertschöpfungskette schaffen will, um Plastikmüll aus Ozeanen wiederzuverwerten.

Man möchte nun meinen, dass Dell schon sehr viel für den Umweltschutz tut, doch das Unternehmen versucht nicht nur die Probleme des Plastikmülls in den Ozeanen zu lösen, sondern hat sich auch der Gewinnung von Gold aus alten Motherboards gewidmet. Gold ist wie jeder weiß eine sehr begrenzt verfügbare Ressource, die eines Tages ausgeschöpft sein wird. Das recycelte Gold wird jedoch nicht nur in neuer Elektronik genutzt. Vielmehr wird daraus auch Schmuck produziert. In jahrelanger Zusammenarbeit mit der Schauspielerin und Unternehmerin Nikki Reed entstand eine Schmucklinie, die gänzlich aus recyceltem Gold aus Motherboards kreiert wurde. Vorgestellt wurde die Schmucklinie namens „Bayou with love“ auf der CES 2018 und erhielt unglaublich positives Feedback. Laut einer True-cost-Studie bedeutet der vom Dell-Umweltpartner Wistron GreenTech für den Recyclingprozess geschaffene Goldgewinnungsprozess eine um 99 Prozent geringere Umweltbelastung als der traditionelle Goldabbau. Außerdem lässt sich aus einer Tonne Mainboards 800x mehr Gold gewinnen als aus einer Tonne Erz, aus dem Gold üblicherweise mithilfe von Sprengarbeiten und dem Schürfen etwa mittels Quecksilber abgebaut wird[6].

Im Rahmen des „Dell 2020: Legacy of Good“-Programms hat Dell zugesichert, dass bis 2020 ganze 100 Millionen Pfund an recycelten Materialien in neuen Produkten verbaut werden sollen. Auch wenn dieses Ziel hochgesteckt ist, so ist es doch nicht so weit entfernt, wie es scheint. Seit 2012 hat Dell bereits mehr als 50 Millionen Pfund recyceltes Material in neuen Produkten implementiert. Wir alle arbeiten daran, unsere Umwelt aktiv zu schützen statt nur darüber zu reden, und wir wollen dabei Vorreiter sein, die echte Trends setzen.

[1] https://www.careelite.de/plastik‐muell‐fakten/ Stand: 26.4.2018

[2] http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/plastik‐menschen‐haben‐mehr‐als‐8‐milliarden‐tonnen‐produziert‐ a1158676.html

[3] https://www.earthday.org/about/the‐history‐of‐earth‐day/; Stand: 26.4.2018

[4] https://www.lonelywhale.org/virtual‐reality/ Stand: 26.04.2018

[5] https://www.nextwaveplastics.org/; Stand: 26.04.2018

[6] http://i.dell.com/sites/doccontent/corporate/corp‐comm/en/Documents/gold‐environment‐benefits.pdf; Stand:  30.04.2018

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