KI, das Higgs-Boson der Digitalen Welt

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((Bild-Quelle: Patricia Florissi))

 

Kurz nach dem Big Bang sind die vier fundamentalen Kräfte der Physik entstanden (Gravitation, Elektromagnetismus und die schwache und starke Kernkraft), die vom Partikel bis zur Galaxis alles in unserem Universum regeln. Wie sie im Detail wirken bleibt indes rätselhaft. Noch viel rätselhafter aber ist eine fünfte, hypothetische Kraft: die dunkle Energie, die nicht dunkel ist und auch nur als Platzhalter dient für irgendetwas, das die Expansion des Universums beschleunigt.

Warum ich Ihnen all das erzähle hat einen Grund: Dell hat sich die Kräfte des Universums als Grundlage genommen, um ein eigenes Digitales Universum zu entwerfen. Dort herrschen natürlich ganz andere Kräfte, zum Beispiel die IoT-, VR-, Blockain- oder KI-Kraft, und unsere Planeten Jupiter, Mars oder Saturn sind umgetauft in Governance, Management und Sicherheit. Auch in Dells Digitalem Universum interagiert alles mit allem. Der Unterschied zum Vorbild: hier kann alles erklärt und gestaltet werden.

Eine ganz besondere Rolle spielt übrigens KI. Als einzige „Kraft“ kann sie sich selbst weiter entwickeln, andere Technologien verbessern und Innovation am schnellsten vorantreiben. Sie verleiht den anderen Kräften sozusagen Flügel, ganz so wie das Higgs-Boson in der realen Welt den anderen Partikeln Masse verleiht. Ohne Higgs-Boson geht hier gar nichts, und ohne KI in einer modernen IT auch nicht.

KI ist allerdings keine Zukunftsmusik, wie einige immer noch glauben: vielmehr gibt es viele konkrete Beispiele, wie sie Unternehmensprozesse schon heute optimiert. MasterCard zum Beispiel nutzt die Technologie, um Kreditkarten-Betrug aufzuspüren. Ohne Künstliche Intelligenz wäre diese Art der Kriminalität gar nicht mehr in den Griff zu bekommen, weil sie Jahr für Jahr um 50 Prozent zunimmt und gigantische Ausmaße annimmt. Mit Machine-Learning-Verfahren verfolgt MasterCard Zahlungsmuster und findet Anomalien. Das ging zwar früher schon, aber mit der Kombination von KI und Big Data geht alles viel schneller. Und nicht nur das: Einkaufsgewohnheiten werden in Regeln übersetzt und den bestehenden KI-Algorithmen hinzugefügt, die damit immer wirkungsvoller werden. Das Schöne an dieser Anwendung ist übrigens, dass Kunden sich nicht ausspioniert fühlen, sondern die Technologie sogar begrüßen. Schließlich schützt MasterCard ihre digitale Identität.

Es gibt viele andere Beispiele, wie KI schon heute eingesetzt wird: Die Universität von Pisa nutzt die Technologie für die Voraussage von Behandlungserfolgen bei der Krebstherapie; das Agrarunternehmen Aerofarms spart 95 Prozent Wasser durch den vertikalen Anbau von Gemüse in Lagerhallen und erhöht die Produktivität bei dieser Art der Landwirtschaft bis um das 390-fache. Und McLaren setzt KI beim Autonomen Fahren ein, etwa bei der Echtzeit-Erkennung von Objekten, der Berechnung von 3D-Positionen oder beim Generieren von 3D-Bildern.

KI verbessert nicht nur einfach bestehende Prozesse, sondern optimiert Algorithmen von selbst, sodass die bereits verbesserten Prozesse noch weiter verbessert werden. Damit ist KI nicht nur einfach eine zentrale Technologie, sondern auch Teil eines Geschäftsmodells und wesentliche Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit in künftigen Märkten.

 

 

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