Start-Ups als Vorbild für agiles Change-Management

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Welche Rolle spielen Technologie und Digitalisierung beim Wandel der Arbeitswelt? Wie können Unternehmer sich den Start-Up Spirit zunutze machen, um Zukunfts-Projekte und neue Geschäftsmodelle erfolgreich auf den Weg zu bringen? Auf der Road to 2030 war Felix Thönnessen zu Gast im Podcast-Zukunftsmobil.

Jetzt zeigt sich: Und plötzlich geht es doch!
Unbeschreiblich, wie Unternehmer über sich hinauswachsen können, wenn sie es denn müssen: Davon kann Felix Thönnsessen, seines Zeichens selbst Unternehmer, Autor, Business-Coach und Keynote-Speaker ein Lied singen. Die Einstellungen vieler Kunden, die er seit Jahren begleitet, sind aktuell kaum mehr wiederzuerkennen. Die Zeichen stehen voll auf Digitalisierung und selbst große Skeptiker haben binnen kürzester Zeit – wenn auch teilweise noch provisorisch – digital Laufen gelernt. Das „Homeoffice“ ist nun nicht mehr die kleine Freiheit einmal in der Woche für viele Beschäftigte, sondern gelebter Arbeitsalltag. Und die Erkenntnisse in den Führungsetagen häufig: Es funktioniert! Jetzt gilt es mehr denn je, das Momentum zu nutzen, um aus den zusammengeschusterten Provisorien solide Infrastrukturen zu festigen und sichere, gute Verbindungen für die Arbeit 4.0 zu etabilieren.

Wie bewegt sich ein Tanker in die Höhle der Löwen?
Felix Thönnessen hat unter anderem viele Jahre lang Gründer und Kandidaten der Höhle der Löwen gecoacht. Was können sich gestandene Unternehmen von den Jungen abschauen? Julius Cesar hat ein eindrückliches Zitat geprägt: „Wer eine Insel erobern möchte, muss auch bereit sein, seine Boote zu verbrennen.“ Start-Ups handeln pragmatisch. Sie haben häufig nur einen Versuch erfolgreich zu sein. Und fangen deshalb einfach an, allen Widerständen und aller Skepsis zum Trotz. Diese Agilität erzeugt eine durchweg höhere Geschwindigkeit. Für sie lautet die Devise auf dem Weg zum Erfolg: „forcieren, forcieren, forcieren“.
Etablierte Unternehmen erinnern strukturell eher an große Tanker. Entscheidungen werden hier häufig über 20 Stabsstellen gelenkt. Und scheitern dann häufig an einer Instanz. Das Ergebnis: Dringend benötigte Veränderungen werden am Ende verworfen oder vertagt.

Planen ist gut, aber nur die halbe Miete
Wie können auch gestandene Unternehmen Agilität aktiv fördern? In seiner Berufspraxis als Coach stellt Felix Thönnessen oft fest, dass gerade planerische Komponenten in Unternehmen eine Hemmnis erzeugen: „Auf dem Reißbrett empfohlene Strategien passen häufig gar nicht zum Geschäftsmodell des Unternehmens“ Darum rät er seinen Clienten dazu, vom eigenen Geschäftsmodell ausgehend schlank zu starten, an kleinen Stellschrauben zu drehen und zu schauen, wo sich sukzessive neue Dinge hinzufügen lassen. Unternehmen die diese Agilität zulassen – natürlich immer mit einem Ziel vor Augen – nähern sich so zwar behutsamer aber eben auch stetig ihren eigenen Vorstellungen und Visionen an. Wichtig ist es, laut Thönnessen, überhaupt erst einmal anzufangen etwas zu „tun“.

Mitarbeiter, die Unternehmen in die Zukunft führen, handeln agil. Agile Mitarbeiter brauchen Perspektiven
Wer jahrelang nach Methode A gearbeitet hat und seine altbewährte Art und Weise ändern soll, tut sich oft schwer. Darum ist das Angebot kontinuierlicher Weiterbildung für Beschäftige so wichtig. Unternehmen schaffen so die Basis dafür, Mitarbeitern Perspektiven für die langfristige Entwicklung aufzuzeigen. Ein weiterer, wichtiger Punkt um in Zukunft die besten Talente zu finden und zu binden.
Weiterentwicklung und der Wille Veränderungen zuzulassen sind für Thönnessen, elementar für Unternehmen, die auf der Road to 2030 mithalten und erfolgreich sein wollen: „Es is noch immer jut jejange – wie man bei uns im Rheinland sagt – wird immer weniger funktionieren. Wenn es denn je funktioniert hat“.

Herzlich Willkommen auf der Road to 2030:
Im Rahmen der neuen Podcast-Reihe „Road to 2030“ begrüßte Gastgeber Stefan Schmugge  Unternehmer, Coach und Speaker Felix Thönnessen und sprach mit ihm unter anderem über die neue Freiheit des Homeoffice und die Arbeitswelt der Zukunft.

Hier die Folge anhören!

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